COSMOKÖLNISTISCH - 11. Februar 2009
Nietzsche II
Nachdem ich in der letzten Ausgabe versucht
habe Nietzsches „Vorurtheile über die Liebe“ darzustellen,
möchte ich nun die heutige Sicht in den Vordergrund stellen. Dabei möchte
ich im Besonderen auf die „Unterschiedlichkeit“ der Liebe von
Mann und Frau eingehen.
Nach Nietzsche ist die Liebe aus sich selbst heraus für Mann und Frau
unterschiedlich. Die Frau liebt, um sich aufzuopfern, der Mann liebt indem
er nimmt. Ich glaube vollständig kann man diese Aussage nicht weg räumen.
Zu gut erinnere ich mich selbst an den einen oder anderen Mann, der forderte
und forderte, ohne selbst geben zu können. Aber nicht zuletzt aus diesem
Grund war eine Trennung unvermeidlich. Im Fazit dazu, habe ich gerne gegeben
aber eben nicht ohne dafür einen Ausgleich zu erhalten. Der Ausgleich
sollte wohl von männlicher Seite darin bestehen, einen Mann an seiner
Seite zu haben und zum Essen eingeladen zu werden. Hier kann der Mann zeigen
was er hat. Denn Prahlen, das ist meiner Ansicht nach ein nicht wegzudenkender
Bestandteil eines Mannes. Wie gern zeigt er was er weis oder hat, wie ein
Pfau der sein Rad aufschlägt. Und wehe dem, der diese heroischen Bekundungen
nicht gebührend lobt. Aber hier ist es meist eine Angewohnheit der Frau
mit großen Augen daneben zustehen und so zu tun, als wäre das,
was so eben erzählt wurde das 8. Weltwunder. Hier kann man also fast
sagen, die Frau gibt, nämlich Genugtuung und der Mann nimmt. Dieser Zustand
wird aber meiner Ansicht nicht als Aufopferung verstanden, sondern eher weil
Frau weiß, dass wenn er Recht hat, sie schneller Ruhe findet.
Was man aber auch nicht außer Acht lassen sollte, ist der Wunsch einer
Frau einen Helden neben sich zu wissen. Der Mann, der sie vor der Spinne im
Schlafzimmer oder vor einem pöbelnden Rüpel rettet. Eine Frau bewundert
gerne, wenigstens die, die ich kenne. 1 2