COSMOKÖLNISTISCH - 11. Februar 2009
Nietzsche II
Die Ansicht Nietzsches, dass ein Mann der gibt,
bloß ein Sklave sei, kann ich nicht teilen. Und damit meine ich nicht
bloß Materielles. Die meisten Frauen die ich kenne, die sich in einem
Alter zwischen 18 und 70 befinden, wollen das ein Mann gibt. Es ist fast unvorstellbar
geworden, dass man in einer Beziehung lebt, die vollständig einseitig
geführt wird. Nein, alles besteht auf gleiches Recht für alle. Wie
gut erinnere ich mich an Dispute meiner besten Freundin mit ihrem Liebsten.
Jeden Sonntag früh morgens hatte sie via Telefon ein riesen Trara mit
ihm, weil sie mit mir Spaß hatte und auf Party war und er war nicht
dabei. Stundenlang konnten die sich streiten.
Eine Frau von heute sehnt sich nicht mehr nur nach einem Mann den sie bewundern
kann, sondern auch nach einem der sie versteht. Die „Weichlinge“
von damals werden heute liebevoll „Frauenversteher“ genannt. Sie
genießen damit großes Ansehen und haben selten Probleme in der
Frauenwelt Anklang zu bekommen.
Vieles was aus der Sicht des im 19.Jahrhundert Geäußerten scheint
uns völlig überholt. Wir fragen uns eher, wie solche Zustände
überhaupt sein konnten. Hier, im emanzipierten Zeitalter, genießen
vor allem wir Frauen Privilegien, die keine sein sollten. Mehr und mehr erhalten
wir eine völlige Gleichberechtigung. Wir sind die Kinder großer
Frauen. Dieses Erbe das sie uns vermachten, ist für uns so selbstverständlich,
dass wir uns voller Empörung erheben, wenn es nicht gewahrt wird.
Auch den Männern ist eine Emanzipierung beschert worden, vorausgesetzt
sie nehmen sie an. Ich behaupte, dass es auch für Männer ein Befreiungsschlag
ist. Auch sie sind nun nicht mehr als Menschen. Menschen die Angst haben können,
schwach sein können, Menschen die ihren Weg gehen wollen und dafür
Stark sind.
Wir haben das Geschenk erhalten, uns selbst entfalten zu dürfen. Uns
den Partner suchen zu können, der für uns gut ist. Und doch werden
wir gehetzt von der Gesellschaft alles in einem bestimmten Rahmen zu tun.
Es ist unser Leben und das kann uns keiner nehmen. Man sollte aufhören
ständig an die „abers“ zu denken, sondern damit beginnen,
sich zu zelebrieren. Egal wie das aussieht. Die Hauptsache ist, es macht Dich
glücklich! 1
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