COSMOKÖLNISTISCH - 14. Oktober 2009

Der Scheinriese

Aber da kam ein Riese auf ihn zu. Unglaublich groß war er und seine Schritte verursachten ein Beben. Jeder Schritt hob das Sandkorn in die Luft und das Sandkorn bekam es mit der Angst. Was konnte es schon gegen einen Riesen ausrichten?
Aber da kam ein Wind auf und trug das Sandkorn hoch in die Luft. Es wehte in Richtung des Riesen und es gelangte genau in das Auge des Riesen.
Der Riese schrie laut auf. Er warf sich auf den Boden und rieb sich das Auge. Aber das Sandkorn hing fest im Auge des Riesen. Der Riese weinte laut und stieß Schmerzensschreie aus. Dann endlich gelang es ihm, dass Sandkorn aus seinem Auge zu schütteln. Es fiel auf den Boden.
Wimmernd und schluchzend lag der Riese im Sand und weinte. Nur langsam konnte er wieder aufstehen und seinen Weg fortsetzen.
Erstaunt saß das Sandkorn da und schaute dem Riesen hinterher. Hatte es tatsächlich bewirkt, den Riesen auf sich aufmerksam zu machen? War der Riese wirklich seinetwegen in Tränen ausgebrochen und konnte nicht mehr laufen? Ja tatsächlich! Wegen ihm hatte der Riese Schmerzen erlitten und war unfähig gewesen weiter zu laufen.
Glücklich machte sich das Sandkorn auf den Weg zu seinem Dorf. Es hatte gesehen, dass es zwar nur ein Sandkorn unter unzähligen Sandkörnern war aber es hatte es geschafft einem Riesen zu zeigen, wie mächtig es war. 1 2 3

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