COSMOKÖLNISTISCH - 25. November 2009

Proteste

Auch Bildungsministerin Schavan meldet sich zu Wort und reagiert mit einer voraussichtlichen Erhöhung des Bafögs. Dem Südwestrundfunk sagte sie am 5.11.: „Die Studierenden brauchten klare Signale, dass es die verabredeten Korrekturen bei der neuen Studienstruktur gibt“.
Zwar ist nicht klar, ob die Forderungen erfüllt werden können - aber eine breite Debatte über Bildung, die Sympathien der Bevölkerung und eine Politisierung der Studierenden sind wohl die wesentlichen Errungenschaften der Proteste.
Wir wollen hoffen, dass die Sympathie welche die Politik den Protestierenden momentan noch entgegenbringt auch so lange anhält, bis wirklich etwas geschehen ist. Denn Schönreden und ewiges Abwägen das kennen wir aus der hiesigen Politik aber wirkliche Änderungen die etwas bringen sind eher dünn gesät.
So möchte ich schließen mit einem Zitat von Julian Nida-Rümelin, Phliosophie Professor. Dieser hat der Sueddeutschen.de Rede und Antwort gestanden hat zum Thema „Der Bologna Bankrott“ : „Lamentieren hat so wenig Sinn wie Schönreden, wozu die Wissenschaftspolitik im Moment neigt. Der Hochschulverband indes hat neulich gefordert, den Bologna-Prozess in Teilen auszusetzen. Auch für solche Diskussionen ist jetzt der falsche Zeitpunkt. Die Reform muss bis 2010 abgeschlossen werden, aber dann wird an einer Reform der Reform kein Weg vorbeiführen. Und zwar eine, die die Vorteile der Umstellung - stärkere Strukturierung, intensivere Betreuung - mit einer Renaissance des Humboldtschen Universitätsideals verbindet. Vielleicht mussten die Anfängerfehler sein, damit es im zweiten Anlauf besser klappt.“
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