|
Der Sony E-Book Reader Seit dem 11.März 2009 vertreibt Sony nun auch in Deutschland seine Erfolgskreation aus den USA – ein digitales Buch, das hunderte bis tausende elektronische Bücher speichert und den Leser in die Zukunft der Literatur einführen soll. Ob sich diese Investition lohnt oder nicht, haben wir uns gefragt und uns die Touch-Screen-Version PRS-600 einmal angeschaut. WAS IST EIN READER ? Der Reader sieht aus wie ein ziemlich großes, flaches Navigationsgerät, welches man in Touch-Screen oder Non-Touch-Version mit einem 6 Zoll-Monitor erwerben kann. Die verfügbaren Farben sind Silber oder Schwarz. Dazu gibt es jede Menge Zubehör. Das Wesentliche jedoch: Ausgestattet mit einem USB-Anschluss für den Computer, einem AUX-Anschluss für Kopfhörer (für die musikalische Untermalung beim Lesen), einer DC-Buchse und zusätzlichen Steckplätzen für SD-Karten und somit mehr Speicherplatz soll der Reader dem Kunden alles bieten, was er sich zum Lesen wünschen kann. Der Reader kann also Musik, die Bücher und auch Bilder tragen – fast wie eine mobile Festplatte. Wofür die Bilder jedoch genutzt werden können, blieb uns bis zum Schluss ein Rätsel. Über den Computer und das Internet wird das Gerät mit digitalen Büchern gespeist, die dann wie bei einem richtigen Buch unterwegs und überall geschmökert werden können. GRAFIK Der Monitor verhält sich wie ein Spiegel, wenn
er direkt unter einer Lichtquelle genutzt wird, was wir als sehr störend
empfunden haben. In Zeiten der bunten, portablen Monitore jeglicher Art ist es ziemlich ungewöhnlich, dass das ganze Interieur des Reader in schwarz-weiß gehalten ist – ob das auch augenschonend sein soll, ist unklar geblieben. Schade jedoch für die schönen Bilder, die man sich auf das Gerät laden kann. Schöner Pluspunkt für uns: Die digitalen Bücher sind komplett mit Cover und allen Seiten, die man auch am Anfang eines jeden Buches findet, vollständig zum anschauen da. Nur blöd, dass da nichts bunt ist.
DIE STEUERUNG Der Bildschirm selbst lässt sich drehen, sodass man den Reader auch quer und nicht nur hochkant halten kann. Wer sich aber gerne an einem guten Buch festhält beim Lesen, wird hier ständig im Hinterkopf haben, was für ein filigranes, teures Gerät er in den Händen hält und so konnten wir uns nicht wirklich gehen lassen beim Lesen – trotz des guten Buches. Ausgestattet mit einer virtuellen Tastatur ermöglicht der Reader dem Nutzer das Markieren bestimmter Textstellen, Einfügen von Notizen und Suchen nach Wörtern und Büchern. Im Englischen kann man sogar im integrierten Wörterbuch nach der Bedeutung von Begriffen suchen, die einem spontan nicht einleuchten wollen. Einmal bei Sony auf der Internet-Seite registriert und das mitgelieferte Programm zum Aufspielen der Bücher installiert, funktioniert das Synchronisieren durch ein einfaches Anschließen des Gerätes per USB. Downloads bieten inzwischen zahlreiche Online-Büchereien sowohl kostenlos, als auch kostenpflichtig und in einer mannigfaltigen Auswahl an. MEINE MEINUNG Dafür hat man aber auch etwas in der Hand: Praktisch
ist das gute Gerät nämlich wirklich. Ständig die liebsten
Bücher dabei zu haben, macht Spaß und hilft zum Beispiel
im Urlaub: Die ganzen dicken Wälzer mitzunehmen hat man sich
dadurch gespart. FAZIT Deswegen ist es wie so oft: Wer sich auf die neue Technik einlassen kann, wird es (mindestens in Teilen) genießen können. Es ist jedoch kein Geschenk oder eine Anschaffung für zwischendurch – sonst bleibt der Reader ungenutzt auf der Strecke. Celina Jaekel |
a