COSMOKÖLNISTISCH - 13. Januar 2010
Du musst erst aufsteigen um das hinab gleiten zu genießen
Viel zu leicht vergisst man, dass man frei ist (nicht im anarchistischen Sinn gemeint). Dafür denkt man umso öfter daran, was man alles haben muss, sein muss, wo man hin muss. Neben dem, was uns wirklich bewegt und nach dem wir uns sehnen, überwiegt doch der Gedanke daran wonach wir uns sehnen sollen. Und dafür vergessen wir leicht alles, was uns eigentlich ausmacht.
Vielleicht nicht dem genauen Wortlaut entsprechend aber gefühlsmäßig doch ähnlich ist es mir ergangen.
Mein 2009 hatte begonnen mit einem Job, den ich gekündigt hatte und mit einem neuen den ich beginnen wollte. Im Vertrieb. Tja, man sollte keinen melancholischen, eher schüchternen Menschen auf die Allgemeinheit loslassen. Ich hab nämlich gnadenlos versagt in dem Job (mal abgesehen davon, dass das Produkt total gefloppt hat). Aber die Niederlage hatte gesessen.
Also stürzte ich mich mal wieder in die Uni und wollte
Scheine sammeln. Ein Job würde dann schon kommen. Wer konnte auch ahnen,
dass im schönen Monat Mai etwas passierte, dass meine Welt ins wanken
brachte. Mal wieder. Ich fiel in eine tiefe Depression und traute mich kaum
auf die Straße. Keine Ahnung wie ich es geschafft habe meine Scheine
zu bestehen.
Aber woran wirklich nicht zu denken war, war mir einen Job zu suchen. Dummerweise
hatte ich dadurch auch kein Geld zum Leben mehr. Ich fühlte mich wie
in der Falle. 1 2
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