Oliver Sacks gilt als Meister seines Fachs. Der Professor
für Neurologie und Psychiatrie mit Wohnsitz New York ist
Autor zahlreicher Bücher und beschreibt in seinem neuen Buch
„Das innere Auge“ außergewöhnliche Fallgeschichten
aus seiner langen Karriere.
Mit seinem 1985 veröffentlichtem Buch „Der Mann, der
seine Frau mit einem Hut verwechselte“, erlang Oliver Sacks
weltweiten Ruhm. Der Professor für Neurologie und Psychiatrie
aus New York beschrieb darin kaum beachtete neurologische Krankheitsbilder.
Zahlreiche Bücher folgten. Die Stärke von Oliver Sacks
liegt in der Anteilnahme am Schicksal seiner Patienten und durch
sein Talent, medizinische Zusammenhänge einem breiten Publikum
verständlich zu vermitteln. Mit seinem neuen Buch „Das
innere Auge“ setzt Oliver Sack diese Tradition fort und
beschreibt neue außergewöhnliche Patienten-geschichten.
In "Vom Blatt spielen" beschreibt er das berührende
Schicksal der Pianistin Lilian Kallir, die Noten zwar sehen, aber
ihre Bedeutung nicht mehr lesen konnte.
Dabei gehen die Beschreibungen des Autors über eine bloße
Beschreibung einer Erkrankung hinaus und zeigen die Strategien
der Betroffenen auf, um trotz ihrer Behinderung weiter ihren Beruf
ausüben zu können. Dabei leidet Oliver Sacks selber
unter einer seltenen Wahrnehmungsschwäche, der Prosopagnosie.
Er ist gesichtsblind und kann sich räumlich nur schwer orientieren.
So fließen in seine Betrachtungen auch eigene Erfahrungen
ein. Er kann die Ängste, Schmerzen und die Hilflosigkeit
der Betroffenen aus eigener Erfahrung hautnah beschreiben. Im
abschließenden Kapitel untersucht der Autor schließlich
den Einfluss der Erinnerung auf die visuelle Vorstellung und die
Prägung unseres Gehirns durch Erfahrung.
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Das innere Auge:
Neue Fallgeschichten
Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: Rowohlt
VÖ: 15. Januar 2011
ISBN-13: 978-3498064082
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