21.12.2011

Im nächsten Jahr stehen die Olympischen Spiele London auf dem Programm. Da ist es höchste Zeit schon mal in die richtige Stimmung zu kommen. „Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen London 2012“ bietet dafür die ideale Gelegenheit.


Die einstigen Rivalen können es einfach nicht lassen. In „Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: London 2012“ ziehen die Entwickler von SEGA alle Register, um ein spaßiges Partyspiel auf die Beine zu stellen, das auch alleine gut unterhalten kann.

Dabei haben die Programmierer wirklich an alles gedacht. So kommt die Bewegungssteuerung nur dann zum Einsatz, wenn es auch wirklich sinnvoll ist. Schließlich kann ja auch nicht wirklich etwas schief gehen, wenn die beiden Superstars Mario und Sonic zu den Olympischen Spielen einladen. Dieses Mal findet das Gipfeltreffen der einstigen Rivalen in London statt, der Ausrichtungsstätte der Sommer-spiele 2012. Mit dabei ist eine Reihe neuer Disziplinen, an denen die Spieler in diesem Spiel erstmals teilnehmen dürfen.

Über die 20 regulären Sportarten hinaus bietet auch der aktuelle Teil dieser beliebten und erfolgreichen Reihe wieder die beliebten Traum-Events, in denen Spielregeln und physikalischen Gesetze zugunsten eines spektakulären Spielerlebnisses ein wenig ausgehebelt werden. Wie zuvor treten die Spieler mit verschiedenen Figuren aus den Welten von Mario und Sonic an. Zu den 20 im Spiel enthaltenen Charakteren zählen unter anderem Luigi, Princess Peach, Bowser, Donkey Kong, Tails und Sonics Dauer- Rivale Knuckles. Und wie in den Vorgänger-Spielen wird den Spielern auch dieses Mal sehr viel Drumherum über das Sportliche hinaus geboten, beispielsweise das Minispiel "London Party". Auch beim dritten Teil ist den Entwicklern wieder der Spagat zwischen für jedermann geeigneten Disziplinen und anspruchsvollen Wettkämpfen hervorragend gelungen.

Die Spieler dabei kämpfen verbissen in den fordernden Traumdisziplinen um Highscores, während sich Gelegenheitsspieler dank der intuitiven Steuerung in den meisten normalen Disziplinen recht schnell zurechtfinden. Besonders erfreulich hierbei sind die vielen Mannschaftssportarten wie etwa Fußball oder Beachvolleyball, die etwas Tiefgang und zusätzliche spielerische Möglichkeiten mit ins Geschehen bringen.

Wie die Vorgänger ist auch London 2012 im Mehrspieler-Modus sehr gelungen, obwohl die Spieler leider erneut auf Online-Wettkämpfe verzichten müssen. Lediglich die Rekorde können über das Internet mit denen anderer Spieler verglichen werden. Hier besteht noch Verbesserungsbedarf für die Zukunft. Neben den 20 regulären Sportarten stehen zehn Traumdisziplinen zur Auswahl, die nicht wie die normalen Disziplinen in den Londoner Austragungs-stätten sondern in optisch an Welten aus dem Mario- und Sonic-Universum angelehnten Schaup-lätzen gespielt werden. Die meisten Wettkämpfe können in ver-schiedenen Spielmodi (Versus, Team-Versus und Koop) gespielt werden. Die Mannschaftssportarten sind allesamt ebenfalls sehr kurzweilig, während andere Disziplinen wie der Sprint oder Radfahren nicht ganz so spannend ausfallen. In der Summe hat jedoch der neueste Teil der Reihe bessere Sportarten als die Vorgänger zu bieten.



Besonders erfreulich ist dabei, dass sämtliche Disziplinen von Beginn des Spiels an frei geschaltet sind. Ein Highlight ist der neue London-Party-Modus, in dem die Spieler alleine oder gemeinsam mit Freunden die Spielwelt in Form der englischen Hauptstadt im Kleinformat durchstreift. Dabei muss man regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen und darf zudem kleine Bonusspielchen bestreiten, in denen man beispielsweise in Pac-Man-Manier Ringe in den Gassen der Miniaturstadt sammeln muss. Für Erfolge wird man mit Stickern belohnt, die man in ein virtuelles Album einklebt. Derjenige Spieler, dessen Album zuerst voll ist, hat die Runde gewonnen – die Anzahl der dazu nötigen Sticker legt man vor dem Spielbeginn fest. Sämtliche Disziplinen können nur mit der Wii-FB gespielt werden, optional kann man bei Sportarten mit komplexerer Steuerung – wie etwa den Mannschaftssportarten – ein Nunchuk verwenden. Auch ohne Wii Motion Plus werden die Bewegungen mit der Wii-FB stets sehr gut erkannt. Im Gegensatz zu „Mario und Sonic bei den Olympischen Winterspielen“ wird das Balance Board in diesem Spiel leider nicht unterstützt.

Vor jeder Disziplin zeigt das Spiel an, wie man die Wii-FB halten muss. Bei der Technik und Atmosphäre lässt SEGA keine Wünsche offen. Für Wii-Verhältnisse sieht das Spiel sehr schick aus, die liebevolle Präsentation in Verbindung mit der aufwendigen Musikunterlegung sorgt für ein tolles Olympia-Feeling vor dem Bildschirm. Die Spielmodi, in denen man die Sommerspiele auf verschiedene Weise erleben kann, deren Inszenierung und die Gestaltung Londons mit seinen Stadien, tragen sehr viel zu dem schönen Spielgefühl für Jung und Alt bei. Fans von Mario und Sonic kommen auch in diesem Videospiel nicht zu kurz. Auch in „London 2012“ erwarten den Spieler viele interessante freischaltbare Extras wie Bonus-Spiele, coole Outfits für die Miis, Musikstücke und weitere Inhalte.


INFOS ZUM SPIEL

Erschienen für:
Nintendo Wii


FAZIT
„Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen London 2012“ ist ein gelungenes Videospiel und eine tolle Einstimmung auf die Olympischen Spiele im nächsten Jahr. Der Spieler versteht vom Anfang an, was zu tun ist und wie die Steuerung funktioniert. Dadurch ist dieses Spiel ideal für Jung und Alt. Es macht einfach jede Menge Spaß. Es bietet jede Menge Variation, sowie lustige und anspruchsvolle Spiele. Schließlich hat man viele Figuren aus den Welten von Mario und Sonic zur Verfügung. Lediglich Online-Wettkämpfe fehlen. Fotos: ©SEGA


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