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DISCLOSURE DAY
Das Kino als Maschine der Empathie

Mit „Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit“ kehrt Steven Spielberg zu jenen Sternen zurück, die seine Vorstellungskraft seit Kindheitstagen beflügeln. Der Film verbindet Science-Fiction-Spektakel mit einer überraschend warmherzigen Reflexion über Gemeinschaft, Verantwortung und Hoffnung. Dabei entsteht ein Werk, das zugleich Rückschau auf ein einzigartiges Œuvre und Plädoyer für die Zukunft des Kinos ist.


HOPPERS

Ein Biber, der keiner ist. Ein Wald, der zum politischen Schlachtfeld wird. Ein Animationsfilm, der anthropomorphe Konventionen lustvoll zerlegt. HOPPERS erweitert das Pixar-Universum um eine radikal verspielte Volte und ist ab dem 19. Juni auf DVD, Blu-ray und als limitiertes Blu-ray Steelbook erhältlich.

 

EPiC: Elvis Presley in Concert

Ein Mythos wird neu belichtet – nicht als Kitschfigur von Las Vegas, sondern als elektrisierender Bühnenkünstler von singulärer Wucht. Baz Luhrmann destilliert aus Archivmaterial ein Filmerlebnis von geradezu physischer Intensität. „EPiC: Elvis Presley in Concert“ zeigt den King in seiner vielleicht radikalsten Phase: als Meister der zweiten Geburt.

 

DOLLY
Die Last der Vorbilder

Ein Film wie aus einer vergessenen Videothekenhölle der siebziger Jahre – roh, schmutzig und kompromisslos inszeniert. Doch hinter der sorgfältig rekonstruierten Grindhouse-Ästhetik offenbaren sich überraschende Brüche und Widersprüche. „Dolly“ beschwört die Geister des amerikanischen Horrorkinos herauf, ohne deren subversive Kraft wirklich zu erreichen.

 

SCARY MOVIE
Die Rückkehr der Respektlosigkeit

Mit „Scary Movie 6“ kehrt eine der erfolgreichsten und einflussreichsten Parodiereihen der Filmgeschichte auf die große Leinwand zurück. Die Rückkehr der Wayans-Brüder und zentraler Darstellerinnen der Originalfilme markiert zugleich die Wiederbelebung eines Genres, das lange Zeit als ausgestorben galt. Zum Kinostart am 4. Juni lohnt ein Blick auf die filmhistorische Bedeutung einer Reihe, die den Umgang Hollywoods mit Horror, Popkultur und Medienhypes nachhaltig prägte.

 

LIEBE & MACHT
Die unsichtbaren Regisseurinnen

Hinter den glänzenden Fassaden des Wiener Kongresses wurden nicht allein Grenzen verschoben und Dynastien restauriert, sondern auch die unsichtbaren Fäden gesellschaftlicher Macht neu geknüpft. Katrin Unterreiner erzählt die Geschichte dieser europäischen Schlüsselmomente aus einer Perspektive, die lange übersehen wurde: jener der Frauen, die in Salons, Palais und privaten Netzwerken Politik mitgestalteten.

 

DER GRAF VON MONTE CHRISTO
Der lange Schatten der Vergeltung

Verrat, Gefangenschaft, Reichtum und Rache: Kaum eine literarische Figur hat die Popkultur nachhaltiger geprägt als Edmond Dantès. Die französisch-italienische Serienadaption von 2024 verwandelt Alexandre Dumas’ Jahrhundertroman in ein opulentes Fernsehereignis. Zwischen Historienepos, Melodram und psychologischer Charakterstudie entfaltet sich eine zeitlose Erzählung über Gerechtigkeit und Obsession. „Der Graf von Monte Christo“ beweist, dass große Literatur im Serienzeitalter eine neue Heimat gefunden hat.

 

Kultur als urbane Lebensform
Der Kölner Kulturpreises als Spiegel einer vielfältigen Stadtgesellschaft

Zwischen Erinnerung und Zukunft, lokaler Verankerung und globaler Vernetzung entfaltet sich Kölns Kultur in ihrer ganzen Vielstimmigkeit. Die Verleihung des 16. Kölner Kulturpreises wurde zur Bestandsaufnahme einer Stadt, die ihre Identität wesentlich aus Kunst und Kultur schöpft. Ausgezeichnet wurden Projekte und Persönlichkeiten, die neue Perspektiven eröffnen und gesellschaftliche Debatten befördern. Ein Abend, der zeigte, warum kulturelle Vielfalt für Köln kein schmückendes Beiwerk, sondern ein Fundament urbanen Selbstverständnisses ist.

 

AVATAR: FIRE AND ASH

Mit AVATAR: FIRE AND ASH treibt James Cameron sein monumentales Weltentableau weiter voran – zwischen überwältigender Bildmacht und erzählerischer Erstarrung. Der Film entfaltet ein neues ideologisches und ästhetisches Spannungsfeld, ohne die bekannten Muster wirklich zu verlassen.

 

Father Mother Sister Brother

Drei Städte, drei Familien, drei Variationen über Nähe und Unausgesprochenes. Jim Jarmusch komponiert mit „Father Mother Sister Brother“ ein Triptychon der Stille. Ein Film, der erzählt, indem er Menschen beim Erzählen zeigt – und darin das Unsichtbare freilegt.

 

BONE LAKE
Das Begehren als Falle

Mit BONE LAKE verwandelt Mercedes Bryce Morgan ein scheinbar harmloses Wochenende am See in ein perfides Spiel aus Begehren, Macht und Identitätsverlust. Der Horrorthriller verbindet psychologische Spannung mit schwarzem Humor und untersucht die Fragilität romantischer Beziehungen unter extremem Druck. Dabei entsteht ein überraschend vielschichtiges Werk über Geschlechterrollen, sexuelle Selbstbestimmung und die Gewalt verborgener Erwartungen.

 

AUSSER ATEM
Der Augenblick, in dem das Kino modern wurde

Mit "Außer Atem“ revolutionierte Jean-Luc Godard nicht nur das französische Kino, sondern veränderte die Grammatik des Films nachhaltig. Was 1960 wie eine Provokation wirkte, erscheint heute als Geburtsmoment eines modernen Kinos, das Freiheit über Konvention stellte. Zwischen Gangsterfilm, Liebesgeschichte und ästhetischem Manifest entstand ein Werk, dessen Einfluss bis in die Gegenwart reicht.

 

THE DA VINCI CODE – SAKRILEG
Das Geheimnis als Spektakel

Mit THE DA VINCI CODE – SAKRILEG schuf Ron Howard einen der prägendsten Verschwörungsthriller des frühen 21. Jahrhunderts – ein Werk, das Popkultur, Religionsgeschichte und Blockbusterkino auf einzigartige Weise miteinander verband. Aus einem globalen Bestseller entstand ein Film, der weit über seine kriminalistische Handlung hinaus zum kulturellen Ereignis wurde. Zwischen sakralen Räumen, geheimen Gesellschaften und historischen Rätseln entfaltet sich ein modernes Abenteuer über die Macht von Narrativen und die Konstruktion von Wahrheit.

 

DIE DREI ??? - TOTENINSEL

Mit DIE DREI ??? – TOTENINSEL kehrt eine der prägendsten Erzählwelten der deutschen Populärkultur als historisch aufgeladene filmische Erfahrung zurück. Der Film verhandelt den Übergang vom Hörspielmythos zur eigenständigen filmischen Sprache und macht dabei die Spannungen zwischen Nostalgie, Adaption und narrativer Verdichtung sichtbar.

 

Die Täter sind unter uns
Der lange Schatten der Diktatur

Drei Jahrzehnte nach dem Ende der DDR ist der Streit um ihre Erinnerung keineswegs beendet. Hubertus Knabe legt mit der aktualisierten Neuausgabe seines Buches eine provokante Intervention in die deutsche Erinnerungskultur vor. Es ist ein Werk über politische Verantwortung, historische Gerechtigkeit und die Fragilität demokratischer Selbstgewissheiten.

 

RAVE FROM OUTER SPACE
SCOOTER kündigen für 2027 spektakuläre Stadion-Shows an

Zwischen Rave, Popgeschichte und Stadion-Spektakel schlagen SCOOTER ein neues Kapitel ihrer außergewöhnlichen Karriere auf. Mit „RAVE FROM OUTER SPACE“ kündigt die Formation für 2027 ihre bislang ambitioniertesten Liveshows an. Köln und Dresden werden zu Schauplätzen einer Inszenierung, die elektronische Musik in monumentale Dimensionen überführt.

 

Sherlock & Daughter
Die Humanisierung des Genies

„Sherlock & Daughter“ wagt das scheinbar Unmögliche: der wohl bekanntesten Detektivfigur der Literaturgeschichte eine emotionale Zukunft zu geben, ohne ihre Identität zu verraten. Aus der Begegnung zwischen einem alternden Genie und einer jungen Frau auf der Suche nach ihrer Herkunft entsteht eine ebenso spannende wie überraschend berührende Neuinterpretation des Holmes-Kosmos. Die Serie verbindet viktorianischen Kriminalstoff mit zeitgenössischen Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Ausgrenzung.

 

Die Jagd nach der Muskatnuss

Eine unscheinbare Nuss veränderte die Weltgeschichte – und begründete eine Wirtschaftsordnung, deren Folgen bis heute spürbar sind. Christian Schüle erzählt die Geschichte der Vereinigten Ostindischen Compagnie als ebenso faszinierende wie erschütternde Chronik von Macht, Profit und Gewalt. „Die Jagd nach der Muskatnuss“ verbindet Wirtschaftsgeschichte, Kolonialanalyse und Globalisierungskritik zu einem großen historischen Panorama. Ein ebenso kluges wie hochaktuelles Buch über die Ursprünge der modernen Welt.

 

phil.COLOGNE 2026
Denken in Zeiten der Ungewissheit

Wie lässt sich eine Welt verstehen, die sich scheinbar täglich neu erfindet? Die phil.COLOGNE 2026 widmet sich den politischen, technologischen und kulturellen Herausforderungen unserer Zeit. Vom Zustand der Demokratie über die Zukunft der Künstlichen Intelligenz bis hin zu den Grundlagen gesellschaftlichen Zusammenlebens versammelt das Festival führende Denkerinnen und Denker aus aller Welt. Köln wird damit erneut zum wichtigsten Forum philosophischer Debatten im deutschsprachigen Raum.

 

GOOD BOY
Wir wollen nur dein Bestes

Mit „Good Boy – Wir wollen nur dein Bestes“ inszeniert Jan Komasa einen verstörenden Hybrid aus Psychothriller, Sozialstudie und moralischer Parabel. Der Film untersucht die Frage nach Schuld, Gewalt und gesellschaftlicher Verwahrlosung mit bemerkenswerter formaler Konsequenz, verliert sich jedoch zunehmend in den Widersprüchen seiner eigenen Prämisse.

 

MASTERS OF THE UNIVERSE

Mit „Masters of the Universe“ kehrt eines der prägendsten Fantasy-Franchises der 1980er-Jahre auf die große Leinwand zurück. Der Film verbindet nostalgische Mythologie mit zeitgenössischem Blockbuster-Kino und reflektiert zugleich die kulturelle Geschichte seiner eigenen Marke. Zwischen Ironie, Pathos und opulenter Weltenschöpfung entsteht ein faszinierendes Werk über Heldenbilder, Erinnerung und Popkultur.

 

Ab durch die Mitte - Mit Vollgas durch Paris

Mit viel kinetischer Energie und einem spielfreudigen Christian Clavier versucht „Ab durch die Mitte – Mit Vollgas durch Paris“, die Tradition der französischen Buddy-Komödie ins Gegenwartskino zu überführen. Zwischen Kapitalismussatire, Großstadtfarce und hektischem Krimiplot entfaltet sich jedoch ein Film, dessen narrative Konstruktion nicht immer mit seinem Tempo Schritt halten kann. Gerade in seinen Brüchen offenbart die Komödie jedoch ein interessantes Bild neoliberaler Männlichkeit und sozialer Entfremdung im modernen Frankreich.

 

FACKHAM HALL
Die Renaissance der filmischen Parodie

Mit „Fackham Hall“ erlebt die traditionsreiche Parodie eine überraschend vitale Wiedergeburt. Die Komödie zerlegt die Selbstgewissheiten des britischen Kostümdramas mit anarchischer Lust und bemerkenswerter Präzision. Zwischen Slapstick, Sprachwitz und Gesellschaftssatire entsteht eine intelligente Reflexion über Klasse, Macht und kulturelle Nostalgie.

 

GLAUB MIR

Zwei Mädchen, zwei Religionen, eine Freundschaft – und ein gesellschaftliches System, das ihre Nähe nicht zulassen will. Mit „Glaub mir“ erzählt Jutta Pilgram eine ebenso intime wie politische Geschichte über Glauben, Identität und weibliche Selbstbehauptung. Der Comic verbindet Coming-of-Age-Erzählung, Religionskritik und feministische Gesellschaftsanalyse zu einem bemerkenswert vielschichtigen Werk.

 

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