FILME | SERIEN | MUSIK | BÜCHER | PANORAMA | INTERVIEWS


Das Ende der Unschuld
Peter Beards „The End of the Game“ als
kulturelles Gedächtnis einer verschwindenden Welt

Mit „The End of the Game“ schuf Peter Beard weit mehr als ein außergewöhnliches Fotobuch: Es ist ein erschütterndes Dokument über das Verhältnis des Menschen zur Natur und über die zerstörerischen Folgen kolonialer Expansion. Die Neuausgabe im TASCHEN Verlag macht ein Werk erneut zugänglich, das Fotografie, Tagebuch, historische Chronik und ökologische Anklage miteinander verbindet. Beard zeigt Afrika nicht als romantische Projektionsfläche, sondern als Schauplatz einer tiefgreifenden kulturellen und ökologischen Krise. Gerade deshalb besitzt dieses Buch heute eine größere Aktualität denn je.


Was haben wir gelacht
Das Lachen als Widerstand

Humor ist niemals bloß Unterhaltung – er ist Ausdruck gesellschaftlicher Machtverhältnisse und zugleich ein Instrument ihrer Infragestellung. „Was haben wir gelacht“ zeichnet die Geschichte weiblicher Comedy im deutschen Fernsehen als Geschichte kultureller Emanzipation nach. Die Dokumentation verbindet Mediengeschichte mit feministischer Gesellschaftsanalyse und eröffnet einen neuen Blick auf Jahrzehnte bundesdeutscher Unterhaltungskultur.

 

PAW Patrol™: Dinowelt:
Die Welpen erobern die Dino-Insel!

Von der Flimmerkiste zur virtuellen Rettungsmission: Wenn die anthropomorphen Weltenretter in die Ära des Mesozoikums vordringen, offenbart sich die medienübergreifende Omnipräsenz eines Phänomens, das die kindliche Sozialisation durch das Narrativ des technokratischen Altruismus maßgeblich determiniert.

 

RESERVOIR DOGS
Die Geburt einer neuen Filmsprache

Mit „Reservoir Dogs“ betrat 1992 ein Debütfilm die Bühne des internationalen Kinos, der das amerikanische Independent-Kino nachhaltig verändern sollte. Quentin Tarantino verband Genrefilm, Theaterästhetik und cinephile Selbstreflexion zu einer ebenso radikalen wie eleganten Neudefinition des Gangsterfilms. Mehr als drei Jahrzehnte nach seiner Premiere erweist sich Reservoir Dogs als ein Schlüsselwerk der Filmgeschichte – kompromisslos, stilbildend und bis heute erstaunlich modern.

 

GOOD LUCK, HAVE FUN, DON'T DIE

„Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ verbindet Science-Fiction, Satire und Zeitreise zu einem der ungewöhnlichsten Genrebeiträge der jüngeren Vergangenheit. Gore Verbinski nutzt den Unterhaltungsfilm als Labor für eine ebenso komische wie verstörende Reflexion über Künstliche Intelligenz, gesellschaftliche Verantwortung und den Verlust menschlicher Urteilskraft. Zwischen anarchischem Humor und philosophischer Dystopie entfaltet sich ein Werk, das ebenso unterhält wie irritiert.

 

DAS DRAMA

Zwischen Liebesversprechen und latentem Schrecken entfaltet sich eine Parabel auf die Fragilität des Normalen. Ein Film, der die bürgerliche Fassade seziert und darunter ein verstörendes gesellschaftliches Unbewusstes freilegt. Mit bitterem Humor und kalkulierter Provokation wird Intimität zur politischen Arena. Ein Werk, das dort schmerzt, wo es am wahrhaftigsten ist: im Selbstbild der Gegenwartsgesellschaft.

 

Der Magier im Kreml

Macht als Inszenierung, Politik als Bühne: Ein Blick hinter die Kulissen des Kreml. Zwischen Zynismus und Verführung entfaltet sich ein Porträt strategischer Manipulation. „Der Magier im Kreml“ denkt Politik als ästhetisches System. Ein Film, der seine Faszination aus der Kälte der Macht gewinnt.

 

Ein Sommer in Italien - WM 1990

Ein Sommer, der weit über den Fußball hinausreichte. „Ein Sommer in Italien – WM 1990“ verwandelt sportliche Erinnerung in ein vielschichtiges filmisches Zeitdokument. Zwischen Archivbildern, persönlichen Rückblicken und historischen Resonanzen entsteht das Porträt einer Mannschaft, die Geschichte schrieb. So wird aus einem Turnier ein kollektives Gedächtnisbild – und aus einem Dokumentarfilm ein Stück deutscher Kulturgeschichte.

 

How To Make A Killing – Todsicheres Erbe

Zwischen schwarzer Komödie und sozialer Diagnose entfaltet sich ein Spiel um Gier und Zugehörigkeit. Ein Film, der das Verbrechen als Symptom gesellschaftlicher Ordnungen liest. HOW TO MAKE A KILLING verbindet narrative Raffinesse mit bitterer Ironie. Ein ebenso unterhaltsames wie beunruhigendes Porträt moderner Aufstiegsfantasien.

 

Am Ende des Fortschritts
Zwischen ökologischer Endzeitdiagnose und
der Suche nach einer neuen politischen Ordnung

Was bleibt vom Fortschritt, wenn seine Verheißungen an den planetaren Grenzen zerschellen? Kohei Saito entwirft eine ebenso provokante wie intellektuell anspruchsvolle Gegenwartsdiagnose, die den Kapitalismus nicht reformieren, sondern grundsätzlich überwinden möchte. „Am Ende des Fortschritts“ verbindet politische Theorie, Klimaforschung und marxistische Philosophie zu einem radikalen Entwurf für das 21. Jahrhundert. Ein unbequemes, faszinierendes und hochaktuelles Buch, das weniger Antworten liefert als die großen Zukunftsfragen unserer Zivilisation mit neuer Dringlichkeit stellt.

 

KASKADEN
Die fragile Mechanik des Seins

In einer Ära, in der das literarische Debüt allzu oft in den Untiefen einer rein ästhetisch motivierten Oberflächlichkeit zu versinken droht, artikuliert Louise K. Böhms Erstlingswerk eine Dringlichkeit, die das Lesepublikum – gleichsam wie eine molekularbiologische Suspension, die unter der Last des Unwesentlichen zu kollabieren droht – in ein Geflecht aus existentieller Sehnsucht, soziokultureller Entfremdung und der imperativen Suche nach einem authentischen, vom patriarchalen Diktat befreiten Selbstverständnis zieht.

 

GELBE BRIEFE
Die Fragilität der Freiheit

Regisseur Ilker Çatak kehrt mit seinem neuen Werk zurück und seziert in „Gelbe Briefe“ den schleichenden Verlust bürgerlicher Privilegien in einem autokratischen Klima. Das nun für das Heimkino erhältliche Drama verbindet ein intimes Familienporträt mit einer universellen Warnung vor dem Schwinden des kulturellen Freiraums.

 

VAIANA
Zwischen Mythos und Materialität

Zwischen Ehrfurcht vor einem modernen Animationsklassiker und dem Mut zur Neuinterpretation entfaltet „Vaiana“ eine bemerkenswert stimmige filmische Identität. Die Realverfilmung beweist, dass das Kino seine eigenen Bilder nicht zwangsläufig wiederholen, sondern produktiv weiterdenken kann. Zugleich eröffnet der Film eine neue Perspektive auf die kulturhistorische Debatte um Realadaptionen erfolgreicher Animationswerke.

 

Etwas ganz Besonderes
Zwischen Identität und Erinnerung

Zwischen familiären Verwerfungen, ostdeutscher Identität und der Suche nach einem Platz im eigenen Leben entfaltet „Etwas ganz Besonderes“ seine leise Kraft. Eva Trobisch verbindet psychologische Präzision mit einer außergewöhnlich offenen Erzählweise, die den Figuren Raum zum Atmen gibt. Im Zentrum steht die beeindruckende Entdeckung Frida Hornemann, deren nuanciertes Spiel den Film nachhaltig prägt.

 

ARNOLD
Der Mensch als Mythos

Kaum eine Biografie des 20. Jahrhunderts vereint Mythos und Wirklichkeit so konsequent wie jene Arnold Schwarzeneggers. Der monumentale Bildband ARNOLD zeichnet den Weg eines Auswanderers nach, der Bodybuilding, Hollywood und Politik gleichermaßen prägte. Dabei entsteht weit mehr als eine opulente Lebenschronik: Das Werk untersucht die Konstruktion einer globalen Ikone der Popkultur. Der TASCHEN Verlag legt damit eines der außergewöhnlichsten Künstler- und Persönlichkeits-bücher der vergangenen Jahre vor.

 

BURN THE WITCH
Zwischen Drachen, Hexen und Popmoderne

London war selten so magisch wie in dieser ungewöhnlichen Fantasy-Vision zwischen Urban Fantasy und Shonen-Abenteuer. Mit „Burn the Witch“ erweitert Tite Kubo das Universum von Bleach um eine faszinierende neue Mythologie. Die dreiteilige Mini-Serie verbindet spektakuläre Animationen, charismatische Figuren und eine außergewöhnliche Bildsprache zu einem ebenso eleganten wie kurzweiligen Gesamtkunstwerk.

 

Wir waren Wunder
Im Schatten des Genies, im Licht der Geschichte

Mit „Wir waren Wunder“ richtet Stefan Cordes den Blick auf eine der faszinierendsten Frauenfiguren der europäischen Musikgeschichte. Der Roman erzählt nicht nur von einer außergewöhnlichen Familie, sondern von Talent, gesellschaftlichen Zwängen und dem Preis weiblicher Unsichtbarkeit. Zwischen historischer Rekonstruktion und literarischer Imagination entsteht ein eindrucksvolles Porträt Maria Anna »Nannerl« Mozarts. Ein kluger Roman über Musik, Erinnerung und die Frage, wem die Geschichte erlaubt, ein Genie zu sein.

 

phil.COLOGNE 2026
Denken als öffentliche Praxis

Wo politische Polarisierung oft den öffentlichen Diskurs bestimmt, schafft die phil.COLOGNE Räume für das gemeinsame Nachdenken. Das größte Philosophie-Festival Deutschlands hat sich längst zu einer der bedeutendsten geisteswissenschaftlichen Plattformen Europas entwickelt. Auch die vierzehnte Ausgabe bewies eindrucksvoll, dass Philosophie kein akademisches Nischenfach, sondern ein gesellschaftliches Orientierungsangebot ist.

 

ALPHA

Ein Film, der große Themen beschwört – und an ihnen zerbricht. Julia Ducournau verlässt das Genre und verliert dabei ihre stärkste Ausdrucksform. Zwischen Allegorie und Abstraktion versickert jede emotionale Dringlichkeit. Zurück bleibt ein Werk, das mehr behauptet als es erfahrbar macht.

 

DEAD OF WINTER - Eisige Stille

Eine vereiste Landschaft wird in „DEAD OF WINTER – Eisige Stille“ zum Schauplatz eines ungewöhnlichen Survival-Thrillers, der Suspense und Charakterstudie miteinander verbindet. Im Zentrum steht keine klassische Actionheldin, sondern eine ältere Frau, deren Widerstandskraft aus Erfahrung, Entschlossenheit und stiller Kompetenz erwächst. Regisseur Brian Kirk nutzt die winterliche Isolation, um Gewalt nicht als Spektakel, sondern als permanente Bedrohung erfahrbar zu machen.

 

BLUE MOON

Ein Film wie ein leiser Abgesang auf das Genie im Schatten des eigenen Ruhms. „Blue Moon“ entfaltet die fragile Melancholie eines Künstlers zwischen Triumph und Vergessen. Richard Linklater verwandelt Dialoge in Musik und Erinnerung in Gegenwart. Ein intimes Porträt über Kunst, Identität – und die Angst, zurückzubleiben.

 

FALLOUT
Das Ende der Welt als Anfang einer neuen Mythologie

Aus einem der einflussreichsten Videospieluniversen der vergangenen drei Jahrzehnte ist eine der intelligentesten Science-Fiction-Serien unserer Zeit entstanden. „Fallout“ verbindet rabenschwarzen Humor, philosophische Gesellschaftskritik und spektakuläres Worldbuilding zu einem außergewöhnlichen Fernsehereignis. Die ersten beiden Staffeln beweisen eindrucksvoll, dass Videospielverfilmungen längst den Schatten ihrer Herkunft verlassen haben.

 

KAMPFZONEN
Verletzlichkeit als Frontlinie

Krieg hinterlässt nicht nur zerstörte Städte, sondern auch versehrte Körper und erschütterte Biografien. Sophia Wilk-Vollmann verbindet medizinische Erfahrung mit gesellschaftlicher Reflexion und eröffnet einen ungewöhnlichen Blick auf die Schnittstellen von Gewalt, Schönheit und Identität. „Kampfzonen“ hinterfragt unsere Vorstellungen von Heilung ebenso wie den kulturellen Umgang mit körperlicher Verletzlichkeit. Ein außergewöhnliches Buch über Medizin als humanistische Praxis in einer Welt permanenter Krisen.

 

Der Klang einer Generation
BILLIE EILISH – HIT ME HARD AND SOFT: THE TOUR

Kaum ein Popstar verkörpert den Zeitgeist der Gegenwart so eindringlich wie Billie Eilish. „HIT ME HARD AND SOFT: THE TOUR“ zeigt nicht nur ein Konzert, sondern das Porträt einer Generation zwischen Selbstzweifeln, Mut und Selbstermächtigung. Der Konzertfilm erhebt das Live-Erlebnis zur audiovisuellen Kunstform – und beweist, dass große Popmusik heute ebenso intim wie monumental sein kann.

 

BEAST
Das Comeback als Selbstprüfung

Ein Kämpfer, dessen größte Niederlage nicht im Ring, sondern in der Vergangenheit liegt, erhält eine letzte Chance auf Erlösung. „Beast“ verbindet das vertraute Motiv des sportlichen Comebacks mit einer Geschichte über Schuld, Familie und soziale Abstiegsängste. Dabei interessiert sich das australische Drama weniger für den Sieg als für die psychologischen Kosten eines Lebens zwischen Verantwortung und Selbstzweifeln.

 

Die Camino-Therapie - Finde deinen Weg

Mit „Die Camino-Therapie – Finde deinen Weg“ verbindet Yann Samuell das Motiv der Pilgerreise mit einer berührenden Geschichte über Verlust, Verantwortung und zweite Chancen. Vor der beeindruckenden Kulisse des Jakobswegs entfaltet sich ein ebenso menschliches wie gesellschaftlich relevantes Drama über Orientierung in einer zunehmend fragmentierten Welt.

 

DOCTOR WHO
Chronos im Rückspiegel

Mit Ncuti Gatwas zweiter vollwertiger Staffel zementiert „Doctor Who“ seinen Status als ewiger Wanderer zwischen den Äonen. Doch während der Hauptdarsteller in seiner Inkarnation sichtlich aufgeht, offenbart das erzählerische Gerüst unter Russell T. Davies eine zunehmende Nostalgie-Obsession. Eine Analyse über den schmalen Grat zwischen wohliger Fan-Service-Inklusion und kreativer Stagnation.

 

SERAINA TELLI
Zwischen Punk-Impuls und Pop-Instinkt

Seraina Telli ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern eine jener seltenen Künstlerinnen, die sich konsequent zwischen den Polen von Underground-Attitüde und Mainstream-Relevanz bewegen, ohne sich je vollständig vereinnahmen zu lassen. Im September bringt sie diese Haltung erneut auf deutsche Bühnen – und wer sie schon einmal live erlebt hat, weiß: Hier geht es nicht um bloße Konzerte, sondern um energetische Zustandswechsel.

 

FLORIDA BABYS
Die verletzliche Geografie der Hoffnung

Leila Mottley erzählt von jungen Frauen, deren Leben von Armut, Schwangerschaft und gesellschaftlicher Ausgrenzung bestimmt wird – und findet darin eine Sprache von großer poetischer Kraft. „Florida Babys“ verbindet Sozialroman, Coming-of-Age-Erzählung und feministische Gegenwartsliteratur zu einem eindringlichen Panorama des modernen Amerika. Mit großer Sensibilität zeichnet Mottley weibliche Lebensrealitäten nach, die häufig an den Rand gesellschaftlicher Wahrnehmung gedrängt werden.

 

EVIL DEAD BURN
Das Böse stirbt nie

Mit „Evil Dead Burn“ kehrt eines der einflussreichsten Horror-Franchises der Filmgeschichte auf die große Leinwand zurück. Der neue Ableger setzt eine Tradition fort, die seit über vier Jahrzehnten die Grenzen zwischen Splatter, schwarzer Komödie und Albtraumkino neu definiert.

 

INGEBORG BACHMANN -
Jemand, der einmal ich war

„Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ nähert sich einer der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts mit einer ebenso poetischen wie reflektierten filmischen Form. Regisseurin Regina Schilling verbindet Archivmaterial, literarische Texte und inszenierte Passagen zu einem vielschichtigen Essayfilm über Sprache, Erinnerung und weibliche Autorschaft. Dabei entsteht weniger ein klassisches Porträt als eine sensible Annäherung an eine Intellektuelle, deren Werk bis in die Gegenwart nachwirkt.

 

SUPERGIRL

Mit „Supergirl“ setzt das neue DC Universe seinen zweiten großen Kinobaustein – und erlebt zugleich seinen ersten deutlichen Rückschlag. Zwischen kosmischem Abenteuer, Charakterdrama und Fantasy-Epos verliert sich der Film in einer erstaunlich freudlosen Inszenierung, die das Potenzial ihrer Titelfigur kaum ausschöpft. Lediglich einzelne Figuren und interessante thematische Ansätze lassen erahnen, welches Werk hier möglich gewesen wäre.

 

Ready Or Not 2

Ein Spiel wird zur Weltordnung – und Überleben zur politischen Praxis. Zwischen Splatter, Satire und Systemkritik entfaltet sich ein entfesseltes Sequel. Kapitalismus erscheint hier als Ritual, Macht als blutiges Erbrecht. Ein Film, der eskaliert – und gerade darin seine Präzision findet.

 

ASTRID LINDGREN
DIE MENSCHHEIT HAT DEN VERSTAND VERLOREN

Jenseits der Ikone zeichnet Wilfried Haukes „Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren“ das Porträt einer Autorin im moralischen Ausnahmezustand des 20. Jahrhunderts. Ausgehend von den Kriegstagebüchern entsteht ein filmischer Denkraum über Ambivalenz, Verantwortung und die Fragilität humanistischer Gewissheiten. Ein Doku-Drama, das Lindgren nicht verklärt, sondern als historisch verortete, zweifelnde Zeitzeugin neu begreifbar macht.

 

SLANTED
Wenn Identität zur Ware wird

In einer Gesellschaft, die das Streben nach Perfektion als oberstes Ziel definiert, hinterfragt dieser Film den Preis der Assimilation. Durch eine drastische Körpermodifikation sucht die Protagonistin die Erfüllung eines westlichen Ideals, doch der Weg in die gewünschte Identität offenbart tiefe Risse in der eigenen Seele. „Slanted“ bleibt trotz seines brisanten Konzepts die schmerzhafte Bestandsaufnahme einer verschenkten Chance.

 

Das Buch Henoch
Apokalyptik als Ursprung religiöser Imagination

Zwischen kanonischer Überlieferung und religiöser Grenzerfahrung eröffnet das Buch Henoch einen Kosmos, der bis heute Theologen, Historiker und Religionsphilosophen fasziniert. Die älteste apokalyptische Schrift des Judentums ist weit mehr als ein literarisches Relikt – sie ist ein Schlüssel zum Verständnis der Entstehung religiöser Weltbilder. Wer die Ursprünge christlicher Eschatologie verstehen will, kommt an diesem außergewöhnlichen Text kaum vorbei.

 

AGB | IMPRESSUM